Unsere Wurzeln – unsere Zukunft
Der Verein D‘ Rosserer Breitbrunn wurde am 06. April 1984 gegründet, um den Leonhardiritt, der mangels Pferde seit 1954 nicht mehr stattfand, wieder ins Leben zu rufen. Etwa 20 roßnarrische Männer und Frauen haben damals den Verein gegründet, der heute ca. 100 Mitglieder zählt. Der Verein D‘ Rosserer Breitbrunn bemüht sich vorwiegend in den Bereichen Freizeitreiten und –fahren, sowie um Pferdebrauchtum. Im Oktober des Jahres 1984 war es dann soweit. Unter dem lauten Schellenklang der Gespanne kam der Ritt in Bewegung, hinauf zum Kirchberg zur Pferdesegnung. Es war also gelungen. Mit rund 80 Rössern, davon über 10 Gespannen, gehörte der Breitbrunner Leonhardiritt wieder zum festen Brauchtum. Zum Jahresablauf des Vereines gehören neben dem Leonhardiritt und einigen kleineren Treffen, eine Schnitzeljagd und alle zwei Jahre am 15. August in Preinersdorf ein „Fest der Pferde“. Genauere Angaben sehen Sie unter „Termine“.
Verehrung des Hl. Leonhard (6. November)
Der Hl. Leonhard lebte im 6. Jahrhundert in Noblat und war ursprünglich der Schutzpatron der Gefangenen, deren Ketten er lösen sollte. Diese Kraft machte ihn zum Beschützer der Pferde, die ihrerseits der Innbegriff kraftvoller Schönheit sind. Seit dem 17. Jahrhundert ist seine Verehrung durch Umritte so groß geworden, dass man ihn den „Bayerischen Herrgott” nennt. Heute finden allein in Oberbayern weit mehr als 50 Umritte jedes Jahr statt.
Auch bei uns in Breitbrunn wurde der hl. Leonhard schon immer sehr verehrt. Der genaue Ursprung unseres Rittes ist aber nicht exakt nachvollziehbar. Genaue Aufzeichnungen über die kirchliche Geschichte sind nicht vorhanden, lediglich in alten Verkündbüchern der Pfarrgemeinde sind einige Vermerke enthalten. So ist Beispielsweise am 6. November 1899 etwas von einer „Leonhardifahrt” vermerkt, ob es sich jedoch um einen Ausflug zu einem benachbarten Umritt, oder um einen Leonhardiritt in Breitbrunn handelte ist nicht genau nachvollziehbar.
Zu Ehren des heiligen Leonhard
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Leonhardiritts in Breitbrunn im Jahr 2012 wurde das Marterl zu Ehren des Heiligen Leonhards feierlich eingeweiht. Der Bildstock steht am Kirchplatz in Breitbrunn, wo auch die Pferdesegnung während des Ritts stattfindet.
Entworfen und gezeichnet wurde der Bildstock von Sebastian Huber aus Breitbrunn. Zahlreiche freiwillige Helfer unterstützten beim Bau und setzten den Plan, welcher für sich schon ein Kunstwerk darstellt, in die Realität um.
Ein Zeichen unserer Gemeinschaft
Bereits vom Tag der Vereinsgründung an träumten die Rosserer von einer Vereinsstandarte. Durch die Unterstützung unserer Gemeinden und einer guten Spendenbereitschaft in der Bevölkerung sowie der Sparsamkeit innerhalb des Vereines, konnte zum 10-jährigen Vereinsjubiläum die ersehnte Standarte angeschafft werden.
Nach längerer Überlegung wurde sie nach den Entwürfen von Sebastian Huber bei der Firma Jeschke in Engelsberg in Auftrag gegeben und konnte beim Leonhardiritt 1993 feierlich geweiht werden.



Erst durch den Verein D`Rosserer wurde der alte Brauch wieder zum Leben erweckt und seit 1984 findet wieder jährlich der Umritt mit Pferdesegnung in Breitbrunn statt.
Wie jedes Jahr war auch 2012 wieder ein aufwändiger Motivwagen. Zu sehen ist der Heilige Georg, der die jungfräuliche Königstochter vor einer Bestie, dem Drachen, rettet.
2009: Die Selige Irmengard. Sie stand um 850 als erste namentlich bekannte Äbtissin der Abtei Frauenwörth im Chiemsee vor.





